Mit Social Media Marketing zu nachhaltigem Erfolg

Geschrieben von KarinScherbart on August 25, 2015

Gerade für kleine Unternehmen und Freelancer stellen soziale Netzwerke eine große Chance dar, um bekannter zu werden. Damit sie die richtige Zielgruppe erreichen, sollten Selbstständige sich natürlich vorher überlegen, wo und wie sie sich dort am besten präsentieren.

 

Die Erstellung eines professionellen Profils in den Business-Netzwerken bzw. auf einer Facebook-Seite für das eigene Unternehmen ist – ergänzend zur Firmenhomepage – die Basis für einen überzeugenden Auftritt im Internet. Den Kernpunkt des Social Media Marketings bildet jedoch die Kommunikation von Inhalten. Wer seine frisch gewonnene Fangemeinde langfristig an sich binden und diese kontinuierlich erweitern will, sollte einigermaßen regelmäßig guten thematischen Content bieten. Auch das Teilen anderer interessanter Beiträge aus dem jeweiligen Themenbereich und ein qualifizierter Austausch, der die eigenen Kompetenzen in der Praxis zeigt, gehören zum langfristigen Online Marketing in den Social Media dazu.

 

Bei den folgenden Tipps handelt es sich um allgemeine Marketingtipps aufgrund meiner individuellen Einschätzungen und Ansichten. Welche Strategie Sie letztlich in den Social Media für Ihre Firma wählen, müssen Sie – ausgehend von der Art Ihres Business und Ihrem Angebot – letztlich für sich selbst entscheiden.

1. Die Wahl des richtigen sozialen Netzwerks für Ihr Social Media Marketing

 

Zwischen den einzelnen sozialen Netzwerken gibt es zum Teil große Unterschiede. Nicht jedes wird Ihnen gleichermaßen zusagen. Außerdem sind manche Social Media nur für bestimmte Branchen geeignet.

 

  • Linkedin hat zwar mehr Mitglieder als Xing, allerdings sind diese überwiegend englischsprachig. Hier finden Sie möglicherweise mehr internationale Geschäftspartner.

  • Auf dem Business-Netzwerk Xing sind im Grunde alle Berufsgruppen vertreten. Außer deutschsprachigen Kontakten können Sie auf dieser Social Media Plattform auch mit englisch- oder ggf. französischsprachigen Kunden in Kontakt kommen.

  • Facebook bietet den Vorteil, dass Sie hier potentiell viele Menschen erreichen können. Dafür kann dieses soziale Netzwerk zeitintensiv sein. Auch kann es hier schwierig sein, die geschäftlichen Aktivitäten strikt von der privaten Nutzung zu trennen, sofern Sie Ihr Profil z. B. auch für die Geschäftskommunikation nutzen. Da kann es schnell unübersichtlich werden.

  • Bei Twitter hingegen gehen einzelne Posts naturgemäß schnell unter. Sie müssen hier nicht nur mit wenigen Worten auf den Punkt kommen, sondern auch gut überlegen, welche Stichworte und Hashtags Sie in einem Tweet verwenden. Denn über die Suche erreichen Sie noch mehr Interessierte. Insbesondere in der Anfangszeit, wo Sie erst mal mühsam einen Followerkreis aufbauen, ist es nützlich, wenn Sie gleich über die richtigen Suchbegriffe von Interessenten gefunden werden können. Doch auch später sollten Sie diesen Aspekt bei der Planung Ihrer Tweets berücksichtigen. Aufgrund der hohen Beitragsfrequenz auf Twitter ist es zudem ratsam, bei den Tweets regelmäßige Wiederholungen wichtiger Inhalte einzuplanen. In jedem Fall sollten die Posts inhaltlich überzeugen und positive Aufmerksamkeit wecken. Denn nur Tweets, die als interessant empfunden werden, werden retweetet.

  • Google Plus ist vor allem für das Content Marketing geeignet. Wie bei Facebook können hier die geposteten Beiträge, deren Sichtbarkeit vor dem Posten eingestellt werden kann, kommentiert und geteilt werden. Allerdings gibt es in diesem sozialen Netzwerk keine Nachrichtenfunktion. Es ist hier lediglich möglich, private Hangouts (also Chats) mit anderen Personen zu führen.

  • Manche Social Media sind noch etwas spezieller. So stehen bei Pinterest beispielsweise vor allem die Bilder im Vordergrund. Damit eignet sich Pinterest für das Online Marketing nur, wenn Sie aussagefähige Illustrationen für Ihre Inhalte haben. Sinnvoll ist dieses soziale Netzwerk insbesondere, wenn Sie bildliche (z. B. Grafiken oder Fotos) oder kreative Leistungen anbieten und diese präsentieren wollen.

 

Darüber hinaus gibt es noch weitere, kleinere Social Media Plattformen. Natürlich können Sie sich möglichst breit streuen, wenn Sie dies möchten. Bedenken Sie jedoch, dass jedes Profil, das Sie in einem sozialen Netzwerk anlegen, auch gepflegt werden muss. Ich empfehle Ihnen daher, sich lieber auf einige gezielt ausgewählte Netzwerke zu konzentrieren, die für Sie das meiste Potential bereithalten. Schließlich benötigen Sie ja auch noch genug Zeit und Kapazitäten für Ihr Kerngeschäft.

 

2. Social Media Marketing mit einer professionellen Facebook-Seite

 

a) So erstellen Sie eine aussagefähige Facebook-Seite

 

Wichtig: Wenn Sie eine geschäftliche Seite auf Facebook anlegen, müssen Sie dort ein Impressum einfügen. Praktischerweise hat Facebook diesen Unterpunkt bereits in den Seiteninformationen eingebaut, so dass Sie Ihre Angaben nur noch darin eintragen müssen.

 

Aus Ihrer Beschreibung und den ergänzenden weiteren Informationen, die Sie angeben, sollte selbstverständlich klar hervorgehen, was Sie anbieten. Zudem sollten Sie auch Ihre Business-Homepage auf der Seite verlinken, auf der Interessierte schnell und unkompliziert weitere Informationen zu Ihrem Leistungsspektrum und Ihren Kompetenzen als Freelancer oder Gewerbetreibender finden. Es versteht sich von selbst, dass Sie das Profil- und das Titelbild passend zu Ihrem Unternehmen auswählen. Sind Sie ein Einzelunternehmen, können Sie ein professionell aussehendes, wiedererkennbares Foto als Profilbild nehmen – ansonsten Ihr Logo, das Sie (falls vorhanden) als Corporate Design verwenden.

 

Ihre Facebook-Seite ist Ihre virtuelle Visitenkarte für Interessenten, die über diese Social Media Plattform oder – wenn Sie diese auf öffentlich gestellt haben – Google auf Sie aufmerksam werden. Deshalb sollte auch hier der Gesamteindruck in sich stimmig sein. Doch da Sie sich hier auf einem sozialen Medium bewegen, werden Sie langfristig nur dann viele Besucher auf Ihre Seite locken, wenn Sie aktiv die für Sie relevanten Inhalte kommunizieren. Eine gähnende Leere auf der Facebook-Seite verleitet niemanden dazu, auf „Gefällt mir“ zu klicken. Und spätestens wenn Sie einen soliden Fankreis aufgebaut haben, werden Sie sich Gedanken darüber machen müssen, wie Sie Ihre Fans durch regelmäßige Beiträge bei der Stange halten können.

 

b) Aber welche Beitragsfrequenz ist im Social Media Marketing auf Facebook optimal?

 

Zu häufige Posts vergraulen die Besucher, da sie sich irgendwann genervt fühlen. Zudem entstünde dann schnell der Eindruck, Sie hätten zu viel Zeit. Denn welche Beiträge vorgeplant und welche eventuell live gepostet sind, wissen die Leser ja nicht. Posten Sie hingegen zu selten, geraten Sie in Vergessenheit oder die Leser verlieren das Interesse. Hier gilt es, das richtige Maß zu finden. Falls Sie ein Ein-Mann-oder-Frau-Unternehmen sind, wird sich in den meisten Fällen wohl niemand von Ihnen abwenden, wenn Sie nur einige Posts über die Woche verteilt bringen, ergänzt durch thematisch passende, geteilte Beiträge anderer. Mit der weiteren Entwicklung Ihres selbstständigen Unternehmens und wenn Sie noch mehr „Content-Material“ haben, können Sie die Beitragsfrequenz auf alle zwei Tage oder täglich erhöhen. Mehr als drei Posts an einem Tag sollten es allerdings nicht sein, um einerseits die Leser nicht zu überfordern und andererseits die Wirkung der einzelnen Beiträge nicht zu konterkarieren. Verteilen Sie den Content auf Ihrer Facebook-Seite daher lieber über einen bestimmten Zeitraum.

 

c) Zu welchen Uhrzeiten können Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen?

 

Wenn Sie nicht gerade gezielt Nachtschwärmer ansprechen wollen, macht es keinen Sinn, Postings für mitten in der Nacht zu planen. Gehören Familien mit Kindern, Hausfrauen oder -männer zu Ihrer Zielgruppe, ist die Mittagszeit eher ungünstig zum Posten. Bei Berufstätigen hingegen besteht durchaus die Chance, dass jemand in der Mittagspause zum Beispiel mit dem Smartphone auf Facebook vorbeischaut, da diese während der Arbeitszeit keine Zeit dazu haben. Die beste Postingzeit für eine solche Zielgruppe ist aber wohl die Feierabendzeit. Als selbstständiger Dienstleister beispielsweise können Sie für Ihr Social Media Marketing zunächst verschiedene Tageszeiten morgens zu Beginn des Arbeitstages, mittags, nachmittags und abends ausprobieren. Beachten Sie dabei jedoch auch die wahrscheinlichen Urlaubszeiten Ihrer potentiellen Auftraggeber sowie Feiertage. Zur Sommerferienzeit oder zwischen Weihnachten und Neujahr etwa sind viele Menschen nicht oder kaum online.

 

3. Gruppen in den Social Media nutzen

 

In thematisch passenden Gruppen können Sie mit anderen Unternehmern aus Ihrer Branche ins Gespräch kommen oder auch (je nach Art der Gruppe) Links zu Beiträgen posten. Direkt mit Auftraggebern in Kontakt kommen Sie vor allem in speziellen Auftragsgruppen. Die Bewerbung auf konkrete Aufträge ist die effizienteste Art von Social Media Marketing. Mit einer entsprechenden Reichweite, die Sie im Laufe der Zeit ausbauen können, erhalten Sie unter Umständen aber auch beispielsweise Anfragen über Ihre Facebook-Seite. Nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Xing gibt es solche Gruppen, in denen Aufträge ausgeschrieben werden oder ein qualitativer Austausch rund um das jeweilige Tätigkeitsfeld möglich ist. In den Austauschgruppen können Sie Ihre Kompetenz auf kollegiale Weise zeigen, indem Sie mit Ihrem Wissen anderen bei einem Problem oder einer Fragestellung weiterhelfen. Überhaupt sollten Sie den konstruktiven sozialen Aspekt in den Social Media bei Ihren Marketing-Aktivitäten niemals vernachlässigen. Ohne eine funktionierende Kommunikation läuft hier wie im sonstigen Geschäft gar nichts.

 

4. Guter Content und belegte Fakten überzeugen

 

Zu einem erfolgreichen Social Media Marketing gehört die Wahl und zielführende Aufbereitung von interessantem und hochwertigem Content. Bieten Sie genau die Informationen an, die Ihre Zielgruppe interessieren könnten, und zwar in möglichst kompakter und verständlicher Form. Gibt es eine interessante Neuigkeit? Gibt es ein passendes Thema, das Sie zur Diskussion stellen könnten oder zu dem Sie Ihre qualifizierte Meinung abgeben möchten? Ab und an dürfen Sie auch gerne Ihr Publikum positiv verblüffen oder auf intelligente Weise zum Schmunzeln bringen. Denn mit angemessenem Humor und natürlicher guter Laune wirken Sie sympathischer. Aber tun Sie sich hierbei auch keinen Zwang an! Bleiben Sie authentisch – und vergessen Sie dabei nicht die Fakten! Letztlich sind es die belegbaren Fakten – Ihre Qualifikation, Ihre geleistete Arbeit und Auszüge davon sowie ggf. Ihre Referenzen – die Ihre Kunden überzeugen.

 

Weitere Artikel von mir rund um Social Media Marketing:

 

Online Marketing mittels Twitter (auf Pagewizz)

Erfahrungsbericht zu Tweetdeck (auf meinem Utopia-Blog)

 

Haben Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit auch Erfahrungen mit Facebook Marketing oder anderen Social Media gemacht? Fallen Ihnen weitere Tipps, Beispiele oder Anmerkungen ein, die ich nicht hier erwähnt habe? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar.

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